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Stadt Schrobenhausen - Lenbachstadt im Spargelland  |  E-Mail: information@schrobenhausen.de  |  Online: http://www.schrobenhausen.de

09.03.2017

9. Literarische Sommerakademie Schrobenhausen (LISA)

vom 31. Juli bis 6. August 2017

LISA - verband im Sommer 2017 zum neunten Mal Menschen, die literarisch schreiben - Anfänger und Fortgeschrittene arbeiteten mit professionellen Autorinnen und Autoren in Kursen, trafen am Abend mit Teilnehmern und Gästen bei Lesungen, Diskussionen, Musik und Gesprächen zusammen. In diesem Jahr verband LISA stärker als sonst Literatur mit Bildender Kunst, blickte zum Theater und Tanz, suchte neue Textqualitäten, förderte die künstlerische Entwicklung und individuelle Potentiale. LISA verband Jugendliche, Erwachsene und ältere Menschen im Blick nach vorn und in die Vergangenheit und blickte auf unsere Zeit und ihre Literatur und das, was wir in ihr bedeuten.

Arwed Vogel Leiter der Akademie ist Arwed Vogel, freier Schriftsteller und Dozent für Kreatives Schreiben und Poetik in der Erwachsenenbildung, an der LMU München und am Fraunhofer-Institut. Seine Erzählungen, Kurzgeschichten und Gedichte wurden in mehrere Sprachen übersetzt. Zahlreiche Unterrichtsmaterialien für verschiedene Schularten zu Erzähltechniken und Methoden des Schreibens wurden in den letzten Jahren publiziert. Er ist bayerischer Landevorsitzender des VS und Medienrat der Schriftstellerorganisationen. Zuletzt publizierte er den Roman „Wie Anna den Krieg fand".

 

 

LISA ist eine Veranstaltung der Stadt Schrobenhausen in Zusammenarbeit mit dem VS Bayern und der LMU München mit Unterstützung des Bayerischen Ministeriums für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst.

 

 

Grußwort von Herrn Staatssekretär Bernd Sibler           Staatssekretäe Bernd Sibler

 

 

Pressespiegel LISA 2017 (hier)

 

Judith Kuckart

Hotelgeschichten

Schreiben zwischen Fremdem und Eigenem

 

Wir alle haben schon in fremden Betten geschlafen, sei es im Hotel oder in einer Hütte, haben schon einmal Fremde aus der Nähe beim Frühstücken gesehen. Diese Erfahrungen finden in „Hotelgeschichten" eine Übersetzung. Kurzgeschichte, Minidrama, Romananfang sind möglich. Eine einzelne Person kann aus der Beobachterposition die Geschichten von anderen Gästen erzählen. Ein Erzähler kann anhand eines ungewöhnlichen oder unerhörten Ereignisses die Aufregung  einer Nacht oder die Katastrophe eines Tages aufschreiben. Es können sich Szenen und Momentaufnahmen zu einem Hör- oder Theaterbild arrangieren, in denen das Hotel der Ort wird, an dem man am Ende wie im Leben für einen nächsten Gast Platz macht.

 

Judith Kukart

Judith Kuckart, geboren 1957 in Schwelm, lebt als Schriftstellerin und Regisseurin in Berlin und Zürich. Nach Studium und Tanzausbildung leitete sie von 1986 bis 1998 das Tanztheater Skoronel. Seit 1998 arbeitet sie als freie Regisseurin. Ihr erster Roman "Wahl der Waffen" erschien 1990. Neben zahlreichen weiteren Romanen und Erzählbänden schrieb Judith Kuckart Theaterstücke und Hörspiele. Sie erhielt eine Reihe von Literaturpreisen und Stipendien, zuletzt das Istanbul Stipendium der Kunststiftung NRW 2014/15, die Kulturelle Auszeichnung der Stadt Zürich 2013, den Annette-von-Droste-Hülshoff-Preis 2012.

 

 

 

 

 

 

Friederike Kretzen

Was fehlt und wie davon schreiben?

Vom unsagbaren Leben

 

Wann haben Ärzte aufgehört, ihre Patienten mit der Frage zu empfangen: Was fehlt Ihnen? Als wäre Kranksein etwas, das einem fehlt, bzw. etwas, das macht, dass einem etwas fehlt. Vielleicht fehlt uns heute diese Frage, vielleicht wäre sie eine sanfte Form von Medizin. Zumindest wären wir nicht so verantwortlich für unsere Befindlichkeiten, denn da ist etwas in uns, das uns fehlt. Dem zu antworten, wäre eine andere Möglichkeit von Verantwortung. An der möchte ich gerne in diesem Seminar arbeiten. Und gemeinsam mit Ihnen in kleinen, abbrechenden, fragmentarischen Niederschriften, mit stockendem Herzen, in winzigen Annäherungen versuchen, dem zu antworten, das nicht aufgehört hat, zu uns vom Fehlen zu sprechen.

 

Friederike Kretzen

Friederike Kretzen 1956 in Leverkusen geboren, Studium der Soziologie und Ethnologie, Arbeit als Dramaturgin am Residenz-Theater München. Seit 1983 freie Autorin in Basel. Verfasserin zahlreicher Romane. Titel der zuletzt erschienenen Bücher:  ‚Weisses Album' ‚Natascha, Veronique und Paul', ‚Schule der Indienfahrer'

Neben der schriftstellerischen Arbeit als Literaturkritikerin, Essayistin und Dozentin an der ETH und am Literaturinstitut Biel tätig.

 

 

Edda Ziegler

Das Familienfest

Autobiographisches Schreiben

 

Thema ist diesmal das Szenario eines Familientreffens, gleich, ob dies der 100. Geburtstag der Oma ist, der runde Geburtstag des Familienpatriarchen, ein Weihnachtsfest oder gar ein Begräbnis ... Die Begegnungen und Situationen, die sich daraus ergeben, wecken Erinnerungen und werden zum Ausgangspunkt für Porträts, Familienszenen, zeitgeschichtliche und reflektierende Passagen. Damit knüpfen sie an die Projekte der TeilnehmerInnen an, die auch 2017 im Mittelpunkt stehen; gleich, ob sie als Autobiografie, Familiengeschichte konzipiert sind oder als fiktionaler, von lebensgeschichtlichem Material angeregter Text. Bereits vorhandene Texte, die die Schreibarbeit beflügeln, sind daher willkommen.

 

Edda Ziegler

Edda Ziegler, Dr. phil., Sachbuchautorin und Publizistin, ist Dozentin für Neuere Deutsche Literatur und Buchwissenschaft an der Universität München und an der Münchner Volkshochschule. 2000 bis 2007 leitete sie das LMU-Projekt „Münchener Kurse für Kreatives Schreiben". Derzeit ist sie Studienleiterin im Seniorenstudium der LMU. Einem breiteren Publikum bekannt wurde Edda Ziegler durch ihre Biografien über Heine und Fontane sowie die Geschichte des Piper Verlags. Neueste Publikation: „Buchfrauen. Frauen in der Geschichte des deutschen Buchhandels", 2014.

 

 

 

 

 

 

 

 

Norbert Niemann

Die Sekunde der Schriftsteller

Erzählende Zeit, Erzählzeit, Erzählen in der Zeit

 

Zeit ist ein zentrales Gestaltungsmittel in der Prosa. Sowohl mit der Wahl des Tempus als auch der Erzählstruktur werden grundlegende Aspekte die Erzählhaltung festgelegt. Schreiben heißt: sich in und mit der Zeit bewegen, aber auch: sich zur Zeit ins Verhältnis setzen. Wie die Richtungen und Geschwindigkeiten des Zeitverlaufs den Aufbau und Stil von Texten begleiten, wie andererseits Fiktion und Zeitgenossenschaft miteinander in Verbindung stehen, das soll mittels Schreibübung und Textdiskussion ausgelotet und vertieft werden. Eigene, auch größere Schreibprojekte mitzubringen, ist nicht zwingend erforderlich, aber durchaus erwünscht.

 

Norbert Niemann

Norbert Niemann studierte Germanistik, Musikwissenschaft und Geschichte und lebt als freier Schriftsteller in Chieming am Chiemsee. Für einen Auszug aus seinem Debütroman „Wie man's nimmt" wurde er 1997 mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis ausgezeichnet. 2014 erschien der Roman „Die Einzigen", für den er 2015 den Carl-Amery-Preis und 2016 das New-York-Stipendium des Deutschen Literaturfonds erhielt. Sein Musiktheaterstück „Musicophilia" bekam 2016 den International Music Theatre Now-Award. 2017 erschien das Essaybuch „Erschütterungen. Literatur und Globalisierung unter dem Diktat von Markt und Macht".

 

 

 

 

Thomas Kastura

Liebe, Tod und Teufel

Transkulturelles Schreiben

 

Die großen Stoffe der Weltliteratur - wie geht man damit um? Anhand täglicher Schreibübungen im Kurs wollen wir uns archetypischen, transkulturellen Themenfeldern annähern als da wären Eros, Mythos, die Kunst der Intrige oder das Monströse. Wir widmen uns Fragen der Stofffindung, Figurenentwicklung, Empathiesteuerung, des Spannungsaufbaus, der Plotstruktur und der Klischeevermeidung. Eigene Texte, Projekte, Exposés können mitgebracht und diskutiert werden. In erster Linie sollen uns Romane und Erzählungen beschäftigen, aber auch Gedichte bzw. Gedichtzyklen.

 

Thomas Kastura

Thomas Kastura, geboren 1966 in Bamberg, lebt ebendort mit seiner Frau und seinen beiden Töchtern. Er studierte Germanistik und Geschichte und arbeitet seit 1996 als Autor für den Bayerischen Rundfunk. Zahlreiche Erzählungen, Jugendbücher und Kriminalromane, u. a. "Der vierte Mörder" (2007 auf Platz 1 auf der KrimiWelt-Bestenliste), der Thriller „Dark House" und die Kurzgeschichtensammlungen „Drei Morde zu wenig" und „Fünf Leichen zu viel". Thomas Kastura ist außerdem Herausgeber zahlreicher Anthologien. www.thomaskastura.de

 

 

 

 

 

 

 

Vitali Konstantinov

Mit Bildern erzählen

Vom Comic zur Graphic Novel

 

Die Publikationsform des Comicheftes fristete viele Jahrzehnte in Deutschland ein eher ungeliebtes Dasein.

 

Seit der Begriff der Graphic Novel sich auch in Deutschland durchgesetzt hat, gibt es sie in fast jeder Buchhandlung und man findet immer öfter Buchbesprechungen er anspruchsvollen Comicliteratur auch in den Feuilletons.

 

In unserem einwöchigen(!) Comic Camp möchte ich zeigen, wie leicht es sein kann, eine Geschichte mit Bilder zu erzählen. Wir tauchen ein in die Geheimnisse des Skribbles, gehen über zum Storyboard unserer Geschichte, erledigen nebenbei das Character Design, um schließlich die Reinzeichnung unserer Graphic Novel zu vollenden.

 

Wer Lust am Zeichnen und Erzählen hat, ist in unserem Comic Camp genau richtig.

Der Kurs ist für Anfänger und Fortgeschrittene ab 16 Jahren geeignet.

 

vitali konstantinov

Vitali Konstantinov, geboren bei Odessa in der UdSSR (Ukraine). Studium der Architektur, Grafik, Malerei und Kunstgeschichte in der UdSSR und in Deutschland. Arbeit als freier Illustrator in den Bereichen Belletristik für Kinder und Erwachsene, Sachillustration und Editorial für deutsche und internationale Verlage.

Er hat zahlreiche Bilderbücher und Illustrationen in Deutschland, Schweiz, Italien, Spanien, Taiwan, Südkorea, USA . veröffentlicht, Lehrtätigkeit ihn an folgenden Orten: Hochschule Reutlingen, Studiengang Textildesign / Modedesign (2013-2014), Institut für Bildende Kunst der Universität Marburg (2012-2013), Bauhaus-Universität Weimar (2011), Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (2009-2010); zahlreiche Sommerkurse und Workshops für Illustration und Comic in Deutschland und Italien. Zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem Stiftung Buchkunst »die schönsten deutschen Bücher«, 3X3 Children's Book Show (USA), Nominierung für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2011, The White Ravens 2012.

 

 

 

 

 

 

 

Weitere Informationen finden sie im LISA-Flyer 2017 unter "Downloads". Zum Anmelden benutzen sie bitte das Kontaktformular weiter unten.

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