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Stadt Schrobenhausen - Lenbachstadt im Spargelland  |  E-Mail: information@schrobenhausen.de  |  Online: http://www.schrobenhausen.de

Steuervergünstigungen in Sanierungsgebieten bei Modernisierungs- und Instandsetzungsarbeiten

Steuerliche Abschreibung

Worum geht es?

Nach den §§ 7h, 10f und 11a Einkommensteuergesetz (EStG) sind bestimmte bauliche Maßnahmen an Gebäuden in förmlich festgelegten Sanierungsgebieten im Sinne des Baugesetzbuches (BauGB) steuerlich begünstigt, indem die anerkannten Herstellungskosten innerhalb von 12 Jahren abgesetzt werden können.

 

Um die erhöhten Absetzungen für derartiges Modernisierungs- und Instandsetzungsmaßnahmen in Anspruch nehmen zu können, wird eine Bescheinigung der Stadt Schrobenhausen benötigt.

 

Zur Erlangung dieser Bescheinigung ist vor Maßnahmenbeginn eine schriftliche Vereinbarung (Modernisierungsvereinbarung) mit der Stadt Schrobenhausen abzuschließen.

 

Bei den nachfolgenden Ausführungen handelt es sich um allgemeine Hinweise.

Diese können eine umfassende steuerliche Beratung nicht ersetzen. Insoweit sind zusätzliche Erkundigungen

beim zuständigen Finanzamt oder bei Steuerfachleuten einzuholen.

Die Stadt Schrobenhausen übernimmt keine Gewähr für Vollständigkeit und Richtigkeit insbesondere in steuerrechtlichen Fragen und haftet nicht für den Eintritt bestimmter steuerlicher oder finanzieller Auswirkungen.

 

 

Die wichtigsten Voraussetzungen

 

1.

 

 

 

 

Die Bescheinigung kann erteilt werden für:

  • Gebäude
  • Gebäudeteile, die selbständige unbewegliche Wirtschaftsgüter sind
  • Eigentumswohnungen
  • Im Teileigentum stehende Räume

2.

Das zu sanierende Objekt muss in einem förmlich festgesetzten Sanierungsgebiet gelegen sein.

3.

 

 

 

 

Bescheinigungsfähig sind:

  • Modernisierungs- und Instandsetzungsmaßnahmen im Sinn des § 177 BauGB zur Beseitigung
    von Missständen und zur Behebung von Mängeln sowie
  • Maßnahmen, die der Erhaltung oder Erneuerung und funktionsgerechten Verwendung von Gebäuden dienen, die wegen ihrer geschichtlichen, künstlerischen oder städtebaulichen Bedeutung erhalten bleiben sollen.

4.

 

Die steuerliche Begünstigung setzt voraus, dass vor Beginn der Maßnahmen zwischen dem Eigentümer und der Stadt Schrobenhausen eine Modernisierungsvereinbarung geschlossen wird (Regelfall)

5.

 

Nach Durchführung der Baumaßnahmen muss die Ausstellung einer Bescheinigung von der Eigentümerin oder dem Eigentümer (oder einer bevollmächtigten Vertretung) schriftlich bei der Stadt Schrobenhausen beantragt werden.

6.

 

 

Die bescheinigungsfähigen Kosten der Maßnahmen sind durch Vorlage der Originalrechnungen sowie einer nachvollziehbaren Kostenaufstellung mit Plänen nachzuweisen.

Sofern Zuschüsse aus öffentlichen Mitteln für die Maßnahme bewilligt wurden, sind diese ebenfalls aufzuführen.

7.

 

Der von der Stadt zu erlassende Bescheid ist gebührenpflichtig gemäß Bayer. Kostengesetz/Kostenverzeichnis. Je nach Höhe der bescheinigungsfähigen Kosten liegt die Gebühr zwischen 25 und 600 Euro.

 

(Teil-)Maßnahmen, die ohne oder bereits vor Abschluss einer Modernisierungsvereinbarung durchgeführt wurden, sind nicht begünstigt. Bitte kommen Sie daher frühzeitig auf uns zu.

Eine fehlende vertragliche Vereinbarung wird nicht durch die Erteilung einer Baugenehmigung ersetzt.

Die bescheinigten Aufwendungen können steuerrechtlich nur berücksichtigt werden, wenn auch die weiteren steuerrechtlichen Voraussetzungen , die durch das zuständige Finanzamt geprüft werden, vorliegen.

 

 

Verfahrensablauf

 

1.

 

Informieren Sie sich genau und holen Sie sich Unterstützung!

Sprechen Sie sich im Vorfeld der Maßnahme mit Ihrem Steuerberater und dem für Sie zuständigen Finanzamt ab.

2.

 

 

 

 

 

 

 

Schließen Sie eine Modernisierungsvereinbarung mit der Stadt ab!

Bitte reichen Sie vor Beginn der Maßnahme folgende Unterlagen beim Stadtbauamt der Stadt Schrobenhausen ein:

  • Bestandspläne des Objekts
  • Pläne mit Eintragung zu den geplanten Maßnahmen
  • Auflistung aller geplanten Maßnahmen
  • Fotos des Gebäudesund aller relevanten Räume

Die Unterlagen können je nach Umfang grundsätzlich auch digital per E-Mail an stadtbauamt@schrobenhausen.de eingereicht werden.

3.

 

 

 

 

 

Beginnen Sie mit der Maßnahme erst nach der Unterschrift der Stadt!

Das Stadtbauamt prüft Ihre Unterlagen, bittet Sie eventuell um Ergänzungen oder Überarbeitungen, führt bedarfsweise einen Ortstermin durch und schickt Ihnen anschließend die Modernisierungsvereinbarung zu. Sobald diese von Ihnen und der Stadt unterschrieben ist, können Sie mit der Durchführung der Maßnahmen beginnen

Soweit einzelne Baumaßnahmen bereits vorher durchgeführt wurden, kann eine Bescheinigung hierüber nicht mehr erteilt werden. Die nachträgliche Festlegung oder Verpflichtung reicht nicht aus. Kommen Sie also frühzeitig auf uns zu!

4.

 

 

 

 

 

 

Baumaßnahmen fertig? Beantragen Sie jetzt die Bescheinigung!

Bitte reichen Sie nach Abschluss der Maßnahmen folgende Unterlagen schriftlich beim Stadtbauamt ein:

  • Ausgefüllten und unterzeichneten Antrag auf Bescheinigung (s. Antrag unter Downloads)
  • Fotos des modernisierten Gebäudes und aller relevanten Räume
  • Kostenaufstellung nach Gewerken und in chronologischer Reihenfolge gemäß Vordruck - schriftlich und digital
  • Originalrechnungen im Einklang mit der Kostenaufstellung durchnummeriert und sortiert nach Gewerken

Die Fotos und die Kostenaufstellung können auch digital per E-Mail eingereicht werden stadtbauamt@schrobenhausen.de.

 

 

Nicht bescheinigungsfähige Aufwendungen

 

1.

Aufwendungen für den Erwerb der Immobilie (Kaufpreis, Grunderwerbsteuer, Notargebühren, Grundstücksvermessung usw.)

2.

Finanzierungs- und Geldbeschaffungskosten, Bereitstellungsgebühren, Zinsen Damnum

3.

 

Kosten für Maßnahmen außerhalb des Gebäudes wie Außen- und Gartenanlagen, Kinderspielplätze,

Stellplätze/Carports (auch Ablöse) und Garagenanlagen

4.

 

Gebühren z. B. für Kanalanschluss und Beiträge für sonstige Anlagen außerhalb des Grundstückes

wie Strom, Gas, Wärme und Wasser

5.

Ausbaukosten, die über einen angemessenen Standard hinausgehen (Luxusaufwendungen)

6.

Kamin- und Kachelöfen, wenn bereits eine Heizung vorhanden ist, sowie Sauna, Bar, Schwimmbecken, Klimaanlagen

7.

Wandmosaiken, Plastiken, Fresken u. ä., sofern sie nicht zur historischen Ausstattung des Gebäudes gehören

8.

Markisen, Ausstellungsvitrinen u. ä.

9.

Lautsprecher und Rundfunkanlagen (z. B. für Cafés, Gaststätten usw.)

10.

Kosten für bewegliche Einrichtungsgegenstände (z. B. Möbel, Regale, Lampen, Lichtleisten, Spiegel, Gardinenleisten)

11.

 

Waschmaschinen, auch wenn sie mit Schrauben an einem Zementsockel befestigt sind, und Einbaumöbel

(hierzu gehören z. B. Küchenmöbel und Einbauschränke)

12.

Reparatur- und Wartungskosten ( z. B. für vorhandene technische Gebäudeeinrichtungen)

13.

Beiträge zu Sach- und Haftpflichtversicherungen für während der Bauzeit eintretende Schäden( z. B. Bauwesenversicherung)

14.

Wert der eigenen Arbeitsleistung und Leistungen unentgeltlich Beschäftigter (z. B. Familienangehörige, Nachbarschaftshilfe)

15.

 

Aufwendungen für die ausschließliche Optimierung der wirtschaftlichen Nutzung (z. B. An- und Ausbauten etwa des Dachgeschosses zur Erweiterung der Nutzfläche)

16.

Kosten für Gebäudeabbrüche und Gebäudeteilabbrüche

 

Inwieweit nicht bescheinigungsfähige Aufwendungen ggf. anderweitig steuerlich geltend gemacht werden können,

sollten Sie einer Steuerfachkraft oder dem Finanzamt klären.

 

 

Nachweis der bescheinigungsfähigen Aufwendungen

1.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Eigentümerin oder der Eigentümer müssen nachweisen, welche Leistungen erbracht wurden und welches Entgelt dafür gezahlt wurde. Für die Ausstellung der Bescheinigung benötigt die Stadt prüffähige und vollständige Unterlagen, die folgenden Anforderungen genügen:

 

Die vollständigen Originalrechnungen sind nach Gewerken und Datum zu ordnen und in einer Mappe oder einem Ordner abgeheftet einzureichen. Nachweise über die Bezahlung der Rechnungen (z. B. Kontoauszüge, Quittungen) sind beizufügen.

Nicht anerkannt werden:

 

  • Rechnungspakete, in denen mehrere Rechnungen, Kassenzetteln o.ä. zusammengefasst sind
  • Abschlagsrechnungen ohne die zugehörige Schlussrechnung mit genauer Auflistung der erbrachten Leistungen
  • Kostenvoranschläge

2.

 

Bei Pauschalrechnungen ist das jeweilige Originalangebot, das dem Pauschalpreis zu Grunde liegt, mit den in nachprüfbarer Weise aufgegliederten Einzelleistungen zur Einsichtnahme vorzulegen.

3.

 

Kassenzettel z. B. von Bau- und Verbrauchermärkten können nur anerkannt werden, wenn Menge, Artikel, Datum und Preis eindeutig erkennbar sind.

4.

 

 

 

 

Den Rechnungen ist eine Aufstellung in Form einer Excel-Tabelle (oder vergleichbar) beizufügen, die jede Einzelrechnung enthalten muss. Ein Muster liegt dem Antragsformular auf Erteilung der Bescheinigung bei.

In der Spalte „Bezahlt" dürfen nur Beträge eingesetzt werden, die tatsächlich angefallen sind. Skonto und sonstige Abzüge sind kostenmindernd zu berücksichtigen.

Die Rechnungsbeträge sind in der Aufstellung als Bruttobeträge anzugeben.

5.

 

Zuwendungen (Zuschüsse) aus öffentlichen Mitteln (kommunale Mittel, Landes- oder Bundesmittel), die dem Bauherrn / der Bauherrin bewilligt wurden, sind anzugeben.

6.

Alle Originalbelege werden nach der Prüfung zurückgegeben.

 

 

Die wichtigsten Rechtsgrundlagen und deren Fundstellen

 

 

 

 

 

Danksagung

 

Die vorstehenden Ausführungen beruhen auf einer Veröffentlichung des Stadtplanungsamtes der Stadt Nürnberg. Die Stadt Schrobenhausen dankt für die freundliche Unterstützung.

 

 

Kontakt:

Stadt Schrobenhausen

Dr. Peter Neumann

Lenbachplatz 6 (Waaghaus, Zi. 2)

86529 Schrobenhausen

 

Tel. 08252 / 90-277 oder 089 / 72 62 66 99

E-Mail: pn@kommunalberatung-neumann.de

 

Öffnungszeiten:

jeden Donnerstag von 9:00 Uhr bis 13:00 Uhr und nach Vereinbarung

 

 

Logo Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung Logo Oberste Baubehörde im Bay. Staatsministerium

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