Zum Inhalt (ALT-C)
Zur Navigation (ALT-N)
Zur Startseite (ALT-S)

Stadt Schrobenhausen - Lenbachstadt im Spargelland  |  E-Mail: information@schrobenhausen.de  |  Online: http://www.schrobenhausen.de

Kirchentour (Süd-Ost)

Kirchen vom 15. bis 20. Jahrhundert und Künstlerheimat Aresing

Tour: Schrobenhausen - Maria Beinberg - Gachenbach - Weilach - Spitalmühle - Aresing - Oberlauterbach - Westerbach - Diepoltshofen - Waidhofen - Schrobenhausen

 

Streckenlänge: 38 km

 

Kirchentour (Süd-Ost) Karte

Geodaten © Bayerische Vermessungsverwaltung, 5/2013: http://vermessung.bayern.de 

 

Zum Download und Ausdruck Karte anklicken.

 

Überblick

Wir sehen auf unserer Tour kunstgeschichtlich beachtliche Kirchen aus dem 15. bis 18. Jh., von der Spätgotik bis zum Rokoko: zwei Wallfahrtskirchen, zwei Dorfkirchen und eine städtische Bürgerkirche. Wir bewegen uns dabei in der Heimat des Malers Johann Baptist Hofner, der hier zusammen mit seinem Freund Franz von Lenbach malte und der in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts viele bekannte bayerische Künstler in Aresing zu Gast hatte.

 

 

Wegbeschreibung

 

Schrobenhausen - Rettenbach

Wir beginnen unsere Tour in der Stadtmitte. Wir verlassen die Altstadt auf der Hauptstraße, der Lenbachstraße, nach Süden, überqueren den Kreisel und folgen der Aichacher Straße rund 300 Meter. An der Ampel biegen wir rechts ab. Wir können hier die Vorstadtkirche St. Salvator ansehen, eine alte Wallfahrtskirche. Wir folgen der Rettenbacher Straße bis zum Ortsende, erreichen nach wenigen Kilometern zunächst den Weiler Rosensteig, dann den Ort Rettenbach.

 

Vorstadtkirche

Schrobenhausen - St. Salvator

Errichtet um 1437 als gotischer Bau, als Benefiziumskirche war sie zur Pfarrei St. Jakob gehörig. Im 18. Jahrhundert erweitert und barockisiert. Großformatige Deckengemälde des bekannten Augsburger Kirchenmalers Ignaz Baldauf. In der frühen Neuzeit war die Vorstadtkirche „Zu unserem lieben Herrn" eine nicht unbedeutende Wallfahrtskirche.

 

 

Rettenbach - Maria Beinberg

Wir biegen gleich am Ortseingang in Rettenbach rechts in die Beinberger Straße ab, folgen ihr bis zum Ortsende. Hier beginnt eine geschotterte Straße Richtung Gachenbach, geradeaus in den Wald hinein. Wir folgen dem Hauptweg, haben hier die größte Steigung von etwa 300 Metern Länge, und erreichen nach etwa 2 Kilometern freies Feld, von hier sehen wir bereits rechts den Turm von Maria Beinberg über den Bäumen herausspitzen. Wir biegen am Feldkreuz rechts ab und erreichen die Wallfahrtskirche.

 

Sehenswürdigkeit

Maria Beinberg

Wallfahrtskirche Maria Beinberg
Auf dem auf dem Beinberg gelegen die katholische Wallfahrtskirche Unsere Liebe Frau, der Kirchturm schon von weitem sichtbar auf bewaldeter Höhe. Errichtet in den Jahren 1485 bis 1497, im 18. Jh. innen umgestaltet. Prunkvoller Hochaltar, gemalte Fresken und Stukkaturen des Augsburger Kirchenmalers Ignaz Baldauf. An den Wänden zahlreiche Votivbilder - Zeichen der Volksfrömmigkeit und Spiegelbild des Alltagslebens früherer Zeiten. Wenig unterhalb der Kirche ein Fatima-Grotte und ein schöner Kreuzweg.

 

 

Maria Beinberg - Gachenbach

Wir verlassen Maria Beinberg über die andere Seite des Hügels, erreichen die Straße und biegen links in den Radweg Richtung Gachenbach ein. Wir folgen vor dem Ortseingang dem Radweg nach links und erreichen über Nebenstraßen die Pfarrkirche St. Georg in der Ortsmitte.

 

Sehenswürdigkeit

St. Georg, Gachenbach, Kirchentour

Gachenbach - Pfarrkirche St. Georg

Im nahen Gachenbach finden wir mit der katholischen Pfarrkirche St. Georg die älteste Kirche im Raum Schrobenhausen. Wohl im 12. Jh. errichtet mit romanischen Rundbogenfriesen außen. Turm spätgotisch, beeindruckende hölzerne Flachdecke aus dem 17. Jh. mit zahlreichen Heiligenbildern. Im Chor ornamentale und figurale Wandmalereien des 14. Jh.s, Altar mit zwei Tafelbildern des späten 15. Jh.s

 

 

 

Gachenbach - Weilach - Spitalmühle - Autenzell - Aresing

 

An der Kreuzung bei der Kirche folgen wir der Ausschilderung links Richtung Weilach, das wir nach 2 Kilometern erreichen. Wir durchqueren die Ortsspitze geradeaus (rechts über die Hauptstraße könnten wir die Weilacher Kirche besuchen), dann gleich nach dem Ort links Richtung Spitalmühle. Wir erreichen die Einöde Spitalmühle und folgen dem schmalen, gewundenen Weg weiter bis zu einer Querstraße. Hier biegen wir links ab über die Weilachbrücke, dann aber dann gleich wieder nach rechts Richtung Aresing. Hier zunächst geradeaus Richtung Ortsmitte, nach rund 500 m biegen wir die Hofnerstraße rechts ab, dann nach 400 m links in die St.-Martin-Straße und erreichen die Pfarrkirche St. Martin.

 

Sehenswürdigkeit

Aresing

 

Aresing - Pfarrkirche St. Martin

Turm der Pfarrkirche noch mittelalterlich, das Langhaus wurde 1859 bis 1860 neu erbaut.

 

Lenbach

Aresing als Künstlerheimat

Die Hofnerstraße haben wir schon kennengelernt, sie erinnert an den Aresinger Tiermaler Johann Baptist Hofner (1832-1913), der hier mit seinem Freund Franz Lenbach malte, der später einer der bedeutendsten deutschen Porträtmaler des ausgehenden 19. Jahrhunderts werden sollte. Viele Bilder Hofners und Lenbachs, die in Aresing entstanden sind, sind nicht nur im Lenbachmuseum in Schrobenhausen, sondern in bedeutenden deutschen Kunstsammlungen zu sehen.

 

 

 

Aresing - Oberlauterbach

 

Wir fahren die St.-Martin-Straße weiter, biegen an der Wehamer Straße rechts ab und erreichen nach einer kleinen Steigung nach rund 2 km das Dorf Oberlauterbach. Die erste Querstraße, die Hauptstraße, fahren wir rechts, bei der folgenden Linkskurve ist die Kirche Oberlauterbach bereits ausgeschildert.

 

Sehenswürdigkeit

Oberlauterbach

Oberlauterbach - Wallfahrtskirche

Im 17. und 18. Jahrhundert bedeutender Wallfahrtsort zu Ehren des Hl. Wenzeslaus, die Brunnenkapelle nördlich der Kirche am Berghang stammt aus dem Jahr 1656. Die Kirche hat im Kern einen noch gotischen Chor, das Langhaus wurde 1702 erbaut. Hundert Jahre später wurde es mit den Altären des aufgelösten Schrobenhausener Franziskanerklosters ausgestattet. Alter denkmalgeschützter Friedhof am Fuße des Kirchberges.

 

Öffnungszeiten der Kirche: Mai bis September jeden Sonntag 14 bis 16 Uhr.

 

 

 

 

 

 

 

Oberlauterbach - Westerbach - Diepoltshofen - Waidhofen

 

Wir fahren wieder zurück und nehmen die Hauptstraße nach Norden. Wir überqueren die Staatsstraße (Vorsicht!) und kommen nach Niederdorf. Hier biegen wir rechts in den Ammersberger Weg ab und folgen der schmalen Straße über Ammersberg nach Diepoltshofen. Hier links in die Strobenrieder Straße und dann über Rachelsbach nach Waidhofen. Wir überqueren die B 300, halten uns rechts und erreichen über den Mühlweg den Weiherweg und schließlich die Kirche.

 

 

 

 

 

 

 

Sehenswürdigkeit

Waidhofen

 

 

 

Waidhofen - Pfarrkirche

Pfarrkirche Mariä Reinigung und St. Wendelin, neu erbaut 1718 unter Beibehaltung des gotischen Turms aus dem 15. Jahrhundert. Innenausstattung aus der Erbauungszeit, darunter die Fresken des erfolgreichen Münchner Malers Melchior Steidl. Der Dorfweiher nahe der Kirche ist ein Relikt eines längst verschwundenen Wasserschlosses.

 

 

 

 

 

 

 

 

Waidhofen - Schrobenhausen (auch als Oxenweg ausgeschildert)

Wir fahren den Weiherweg und dann den Mühlweg zurück, biegen vor der B 300 rechts ab und folgen dem Radweg entlang der B 300 und dann der geteerten schmalen Straße bis Mühlried. Hier folgen wir der Ingolstädter Straße geradeaus durch den Ort und biegen am Ortsende links in den Mühlrieder Weg ab, orientieren uns am hohen Turm der Stadtpfarrkirche und erreichen die Schrobenhausener Altstadt.

 

St. Jakob

Schrobenhausen - Pfarrkirche St. Jakob
Zurück in Schrobenhausen besuchen wir auf jeden Fall die katholische Stadtpfarrkirche St. Jakob, weithin erkennbar am höchsten Turm. St. Jakob, begonnen um 1450 und vollendet um 1480, ist eine spätgotische Hallenkirche, offensichtlich auch unter dem Einfluss der Frauenkirche zu Ingolstadt. Als besonders gelungen wird die Symbiose mit dem modern gestalteten Altarraum empfunden. Links hinter dem Altar beachtliche spätgotische Fresken. Im Eingangsbereich der Wappenstein Herzog Ludwigs des Bärtigen von Bayern-Ingolstadt, der hier seine eigenen Leistungen bei der Erweiterung und Befestigung "seiner" Stadt Schrobenhausen zu Beginn des 15. Jahrhunderts dokumentiert

 

 

Schrobenhausener Sehenswürdigkeiten

Wir sind am Ende unserer Tour angelangt. Wer sich für die Sehenswürdigkeiten der Stadt Schrobenhausen interessiert, für die anderen Kirchen oder die Schrobenhausener Museen, findet nähere Informationen hier

 

 

Alternative (Abkürzung)

Schrobenhausen - Aresing - Oberlauterbach - Waidhofen - Schrobenhausen (20 km)

 

Wer die Strecke über Maria Beinberg und Gachenbach schon kennt, kann den Weg direkt nach Aresing wählen. Wir beginnen wieder in der Stadtmitte, verlassen die Altstadt auf der Hauptstraße, der Lenbachstraße, nach Süden, überqueren den Kreisel und folgen der Aichacher Straße rund 300 Meter. An der Ampel geradeaus, also links an der Kirche St. Salvator vorbei, folgen wir der Gerolsbacher Straße, unter der B 300 hindurch weiter bis Aresing. Am Ortseingang die Bauernstraße halb rechts und dann links in die Lenbachstraße abbiegen, hier folgen wir den Straßenschildern über die Wehamer Straße nach Oberlauterbach. In Aresing kurz nach der Weilachbrücke rechts nach rund 100 m die Kirche St. Martin.

 

 

drucken nach oben