Stadt Schrobenhausen - Lenbachstadt im Spargelland - 10. Literarische Sommerakademie Schrobenhausen (LISA)
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09.03.2017

10. Literarische Sommerakademie Schrobenhausen (LISA)

vom 30. Juli bis 5. August 2018

LISA - erlebt ...

 

... im Sommer 2018 ihr zehnjähriges Jubiläum und bietet somit die Möglichkeit, an einer besonderen Akademie teilzunehmen. Kurse zu wichtigen handwerklichen Grundlagen verbinden sich mit den wesentlichen Themen für Autoren: Wie komme ich ins Schreiben? Wie bleibe ich im Schreiben? Wie verbinde ich Unterhaltung und Ernsthaftigkeit? Aber auch Raum für Experimente ist da und für gesellschaftliche Fragen, auf welche die Literatur Antworten suchen kann.

 

LISA bietet Anfängern und Fortgeschrittenen die Zusammenarbeit mit professionellen Autoren in Kursen, die im Pflegschloss Schrobenhausen stattfinden. Am Abend treffen Teilnehmer und Dozenten bei Lesungen, Diskussionen, Musik und Gesprächen zusammen. Die Literarische Sommerakademie fördert die künstlerische Entwicklung und die individuellen Potentiale der Teilnehmer, führt im gemeinsamen Gespräch zusammen, damit LISA nicht ein einmaliges Erlebnis bleibt, sondern weiterbringt.

 

Arwed Vogel

Leiter der Akademie ist Arwed Vogel, freier Schriftsteller und Dozent für Kreatives Schreiben und Poetik in der Erwachsenenbildung, an der LMU München und am Fraunhofer-Institut. Seine Erzählungen, Kurzgeschichten und Gedichte wurden in mehrere Sprachen übersetzt. Zahlreiche Unterrichtsmaterialien für verschiedene Schularten zu Erzähltechniken und Methoden des Schreibens wurden in den vergangenen Jahren publiziert. Er ist bayerischer Landesvorsitzender des VS und Medienrat der Schriftstellerorganisationen. Zuletzt publizierte er den Roman „Wie Anna den Krieg fand".

 

 

LISA ist eine Veranstaltung der Stadt Schrobenhausen in Zusammenarbeit mit dem Verband Deutscher Schriftsteller (VS) Bayern und mit Unterstützung des Bayerischen Staatsministeriums für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst.

 

 

Grußwort 2017 von Herrn Staatssekretär Bernd Sibler, seit März 2018 bayerischer Staatsminister für Unterricht und Kultus

 

Staatssekretäe Bernd Sibler

 

 

 

Kursauswahl 2018

 

Judith Kuckart

Zwanzig Minuten

Literatur-Tanzwerkstatt

 

Texte können schweben und schwingen, schlendern oder lospreschen. Solche Bilder legen nahe, dass es eine Verwandtschaft gibt zwischen Körpersprache und poetischer Sprache. Die literarische Tanzwerkstatt will sie erforschen. Wir schreiben 20-Minuten-Szenen und bringen unsere Texte in Bewegung. Zwanzig Minuten, das sind sieben Runden im Boxring, das ist ein S-Bahn-Takt oder die Zeit, die vergeht, bis die Polizei eintrifft. Mit Hilfe des Tanzes bahnen wir uns einen Weg durch das Dickicht unbewusster Inhalte und kommen unseren Ideen auf die Spur. Wir spielen mit Rhythmen und Tempi, wagen Assonanzen, setzen Zäsuren. Zum Abschluss präsentieren wir Bewegungssequenzen für zwei bis vier Personen, in denen Literatur und Körpersprache zu Tanzpartnern werden. Tänzerische Erfahrung ist nicht erforderlich, Neugier schon.

 

Judith Kukart

Judith Kuckart, geboren 1957 in Schwelm, lebt als Schriftstellerin und Regisseurin in Berlin und Zürich. Nach Studium und Tanzausbildung leitete sie von 1986 bis 1998 das Tanztheater Skoronel. Seit 1998 arbeitet sie als freie Regisseurin. Ihr erster Roman "Wahl der Waffen" erschien 1990. Neben zahlreichen weiteren Romanen und Erzählbänden schrieb Judith Kuckart Theaterstücke und Hörspiele. Sie erhielt eine Reihe von Literaturpreisen und Stipendien, zuletzt das Istanbul Stipendium der Kunststiftung NRW 2014/15, die Kulturelle Auszeichnung der Stadt Zürich 2013, den Annette-von-Droste-Hülshoff-Preis 2012.

 

 

 

 

 

 

Friederike Kretzen

Schreiben und schreiben wollen

Du musst den Mond erst aufhängen, bevor du ihn anheulen kannst.

 

Wollen wir schreiben oder wollen wir schreiben wollen? Dazwischen liegt ein entscheidender Unterschied. Schreiben wollen fällt mit dem Schreiben in eins, ist aber etwas anderes. Und es ist dieses andere, das unser Schreiben mit all den zusammengewünschten, erträumten zweiten, dritten und vierten Leben, die uns die Literatur über die Jahrhunderte hinweg zu lesen und weiterzuschreiben gibt, verbindet.

 

Ich möchte in diesem Seminar nach dem Wünschen und Wollen des Schreibens fragen, um schreibend, sprechend, das, was über das jeweils konkrete Schreiben notwendig hinausgeht beim Schreiben, genauer anzuschauen.

 

Friederike Kretzen

Friederike Kretzen 1956 in Leverkusen geboren, Studium der Soziologie und Ethnologie, Arbeit als Dramaturgin am Residenz-Theater München. Seit 1983 freie Autorin in Basel. Verfasserin zahlreicher Romane. Titel der zuletzt erschienenen Bücher:  "Weisses Album", "Natascha, Veronique und Paul", "Schule der Indienfahrer". Neben der schriftstellerischen Arbeit als Literaturkritikerin, Essayistin und Dozentin an der ETH und am Literaturinstitut Biel tätig.

 

 

Ulla Lenze

Die Fremde, der Fremde, das Fremde

Erzählerische Annäherungen

 

Das Fremde ist oft Erzählanlass und Erzählgegenstand - ob als verstörendes Erlebnis, als selbst empfundenes Fremdsein (z. B. auf Reisen) oder in Gestalt des Fremden. Während im gesellschaftlichen Diskurs das Fremde oft Pauschalisierungen und Zuspitzungen unterliegt, sind im literarischen Erzählen schon aus ästhetischen Gründen Tugenden gefragt: Weder empathielos noch belehrend, weder verurteilend noch fetischisierend nähert es sich den Figuren und Konstellationen. Form und Stoff in ein angemessenes Verhältnis zu bringen soll durch Schreibübungen und anhand mitgebrachter Prosatexte (erwünscht, aber nicht zwingend) erprobt werden.

 

Ulla Lenze

Ulla Lenze, geboren 1973 in Mönchengladbach, studierte Musik und Philosophie in Köln und lebt als freie Schriftstellerin in Berlin. Ihr Debütroman „Schwester und Bruder" (2003) wurde mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Ernst Willner-Preis beim Bachmannwettbewerb und dem Jürgen Ponto-Preis. Zuletzt erschienen die Romane „Der kleine Rest des Todes" (2012) und „Die endlose Stadt" (2015). Sie war Writer-in-Residence in Mumbai, Istanbul und Venedig. Lesereisen führten sie u.a. nach Nordafrika, Iran und Irak und auf Delegationsreise mit Außenminister Frank-Walter Steinmeier nach Neu-Delhi. Beiträge für Deutschlandradio Kultur und literarische Reisereportagen für DIE ZEIT, NZZ, FAZ und taz. Für ihr Gesamtwerk wurde sie 2016 mit dem Literaturpreis des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft ausgezeichnet.

 

 

 

 

 

 

 

Norbert Niemann

Das Ich und die Anderen

Figurenentwicklung zwischen Nähe und Distanz

 

Im Verhältnis des Schriftstellers zu seinen Figuren zeigen sich wesentliche Aspekte seines literarischen Blickwinkels. Die Balance zwischen Nähe und Distanz beim Erfassen einer Figur spielt eine maßgebliche Rolle. Welcher Charakter, welches Ich soll den Lesern durch Sprache vermittelt werden? Wie gut kennt der Autor sein Personal? Wie viel weiß er von ihnen? Wie viel gibt er davon preis? Haben literarische Gestalten ein Eigenleben? Diese und ähnliche Fragen werden wir mittels Schreibübung und Textdiskussion erforschen und sie für das Schreiben produktiv machen. Eigene, auch größere Schreibprojekte mitzubringen, ist nicht zwingend erforderlich, aber durchaus erwünscht.

 

Norbert Niemann

Norbert Niemann studierte Germanistik, Musikwissenschaft und Geschichte und lebt als freier Schriftsteller in Chieming am Chiemsee. Für einen Auszug aus seinem Debütroman „Wie man's nimmt" wurde er 1997 mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis ausgezeichnet. 2015 erhielt er den Carl-Amery-Preis und 2016 das New-York-Stipendium des Deutschen Literaturfonds. Das Musiktheaterstück „Musicophilia" bekam 2016 den International Music Theatre Now Award. Zuletzt erschienen der Roman „Die Einzigen" (2014) und der Essayband „Erschütterungen. Literatur und Globalisierung" (2017).

 

 

Thomas Kastura

Spannung mit Stil

Der literarische Krimi

 

Unterhaltung einerseits, Niveau andererseits: Anspruchsvolle Krimis zu schreiben erfordert sowohl handwerkliches Können als auch literarischen Gestaltungswillen. Anhand täglicher Schreibübungen im Kurs wollen wir herausfinden, wie sich bestimmten Stoffen und Figuren Tiefe verleihen lässt; welche sprachlichen Möglichkeiten zur Verfügung stehen etwa im Dialog, im inneren Monolog oder in der Beschreibung der Außenwelt. Zudem beschäftigen wir uns mit origineller Dramaturgie, vom Prolog bis zum offenen Schluss. In erster Linie soll es um Romane und Erzählungen gehen. Eigene Texte, Projekte, Exposés können mitgebracht und diskutiert werden.

 

Thomas Kastura

Thomas Kastura, geboren 1966 in Bamberg, lebt ebendort mit seiner Frau und seinen beiden Töchtern. Er studierte Germanistik und Geschichte und arbeitet seit 1996 als Autor für den Bayerischen Rundfunk. Zahlreiche Erzählungen, Jugendbücher und Kriminalromane, u. a. „Der vierte Mörder" (2007 auf Platz 1 der KrimiWelt-Bestenliste), der Thriller „Dark House" und die Kurzgeschichtensammlung „Sieben Tote sind nicht genug". Thomas Kastura ist außerdem Herausgeber zahlreicher Anthologien und erhielt 2017 für die Erzählung „Genug ist genug" den Friedrich-Glauser Preis.

www.thomaskastura.de

 

 

 

 

 

 

 

Vitali Konstantinov

Visuelles Erzählen: Meine Graphic Novel

 

Für alle, die Lust am Zeichnen und Erzählen haben, für Anfänger und Fortgeschrittene ab 16 Jahren. Zeichentechnische Fertigkeiten und andere Vorkenntnisse sind nicht zwingend notwendig.

 

Im Mittelpunkt dieses Kurses steht das Erzählen mit Bildsequenzen. Der Kurs soll die kreative Entwicklung der Teilnehmer unterstützen und ihnen helfen, einen neuen Blick auf die zeitgenössische Graphic Novel sowie auf das eigene Zeichnen zu gewinnen.

 

Anhand der Teilnehmer-Projekte gehen wir alle Hauptphasen der Arbeit durch, lernen eine Vielzahl von Ausdrucksmöglichkeiten kennen und finden zu unserer je eigenen Bildsprache.

 

Parallel werden grundlegende Aspekte der visuellen Narration geübt: vom spontanen Zeichnen über assoziative Illustration und Abstrakt-Comic bis hin zu den metaphorischen illustrativen Lösungen. Das graphische Einarbeiten des Textes als Lettering oder Typographie wird ebenfalls Thema des Kurses sein.

 

Vitali

Vitali Konstantinov, geboren bei Odessa (Ukraine), studierte Architektur, Grafik, Malerei und Kunstgeschichte in der UdSSR und in Deutschland. Er arbeitet als freier Graphic-Novel-Autor und Illustrator für deutsche und internationale Verlage. Besondere Beachtung fand seine Graphic Novel „FMD: Leben und Werk von Dostojewski" (2016). Konstantinov lehrt an verschiedenen Hochschulen in Deutschland und war Professor für Visual Narrative an der Lebanese American University Beirut. Zahlreiche Auszeichnungen: Stiftung Buchkunst „Die schönsten deutschen Bücher", 3X3 Illustration Annual (USA), The White Ravens etc.

 

 

 

Teilnahmegebühren: 270,00 Euro  /  ermäßigt: 150,00 Euro

Ermäßigung gilt für Schüler, Studenten, Schwerbehinderte und Arbeitssuchende

 

Hotel auf Anfrage über die Stadt buchbar: 08252/90212 oder /90214

 

 

 

 

 

 

 

 

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